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AWO Konkret Extra vom 12. September 2014

AWO Konkret Extra 12.09.2014 zum Download als PDF

Tarifverhandlungen: AWO macht Positionen transparent

 

Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,

am Donnerstag (4. September 2014) haben die Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di und der Arbeitgeberverband der Arbeiterwohlfahrt (AGV-AWO) die Verhandlungen um den Gehaltstarif der rund 35.000 Beschäftigten in unserem Bundesland aufgenommen. Die Gewerkschaft hatte den Tarifvertrag zum 31. Juli gekündigt. 

Angesichts der ungewöhnlichen Schärfe, mit der die Gewerkschaftsvertreter ihre Forderungen vorgetragen haben, wird der AWO Kreisverband Wesel die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in seiner Zuständigkeit ab sofort in unregelmäßigen Abständen über den Fortgang der Verhandlungen informieren. Dabei setzen wir auf Sachlichkeit und ein Höchstmaß an Transparenz.

 

Tarif an Abschlüssen des ­öffentlichen Dienstes ­orientieren

Die Arbeitgeber haben zum Auftakt der Verhandlungen noch kein eigenes Angebot vorlegen können, weil die Gewerkschaftsforderungen leider erst in der Nacht auf Donnerstag zugeleitet wurden. Die AWO vertritt aber grundsätzlich den Standpunkt, dass die Löhne und Gehälter nicht zuletzt mit Blick auf die Attraktivität der Berufe in der Sozialwirtschaft angepasst werden sollen und sich die Ergebnisse der laufenden Tarifverhandlungen an den Abschlüssen des öffentlichen Dienstes orientieren sollten. 

Außerdem weisen die AWO-Arbeitgeber darauf hin, dass die Abschlüsse zwingend an den besonderen Finanzierungsbedingungen der Einrichtungen orientiert werden müssen. Das bedeutet: Tarifsteigerungen können nicht unmittelbar auf die Preise umgelegt werden. Vielmehr muss die Refinanzierung in weiteren – zeitverzögert stattfindenden – Verhandlungen mit den öffentlichen Zuschussgebern bzw. den Sozialkassen verhandelt werden.

 

Tarifsteigerungen können nicht umgelegt werden

Als ein Beispiel sei hier die Situation in unseren Kindertagesstätten genannt: Mit Verabschiedung des Kinderbildungsgesetz – KiBiz durch die Landesregierung steigt der jährliche Zuschuss um 1,5 Prozent.  Die von Ver.di geforderten Lohn- und Gehaltsforderungen laufen auf einen realen Zuschlag von zwischen 5,2 und 10,3 Prozent (durchschnittlich 7,5 Prozent) je nach Eingruppierung hinaus.

 

Gutes Geld für gute Arbeit

Nochmals zur Klarstellung: Der AWO Kreisverband Wesel ist als Arbeitgeber mehr als nur daran interessiert, dass unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gutes Geld für gute Arbeit bekommt. Nur durch die adäquate Bezahlung unserer Fachkräfte können wir auch den hohen Qualitätsanspruch unserer Arbeit gewährleisten.

Mit herzlichen Grüßen
Ihr Bernhard Scheid

 

In der folgenden Grafik finden Sie die am Donnerstag vorgelegten Ver.di-Forderungen und eine kurze, erste Stellungnahme.

Ver.di Positionen und AWO Stellungnahme

Das Archiv aller bisherigen Ausgaben finden Sie unter AWO Konkret. Dort stehen alle Ausgaben zum Download als PDF zur Verfügung.

Downloads:


Download AWO Konkret Extra vom 12. September 2014 (192 kB)
Die Sonderausgabe der AWO Konkret informiert über die laufenden Tarifverhandlungen und macht die Positionen transparent



Foto: Geschäftsführer des

Bernhard Scheid

Geschäftsführer des
AWO Kreisverband Wesel e.V. (bis 31.12.2017)
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