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AWO hilft bei Patientenverfügung

Marion Fritsch
Marion Fritsch ©AWO Kreisverband Wesel e.V.

Mehr als sechs Jahre wurde diskutiert, wurden Argumente ausgetauscht und Gesetzentwürfe formuliert. Nun endlich hat der Bundestag ein Gesetz zur Patientenverfügung verabschiedet. „Wir begrüßen diese Entscheidung, sie war längst fällig", sagt Marion Fritsch, leitende Sozialarbeiterin beim AWO-Betreuungsverein. „Betroffene können jetzt selbst über die Art und Weise ihrer medizinischen Behandlung bestimmen. Ärzte sind eindeutig verpflichtet, die Verfügung ernst zu nehmen und sich am Patientenwillen zu orientieren", so Fritsch weiter.

Die wichtigsten Punkte: Die Verfügung muss schriftlich verfasst sein und ist bindend für den behandelnden Arzt. Die Missachtung des Patientenwillens gilt als Körperverletzung. Sollte zwischen dem Arzt und dem Betreuer oder Bevollmächtigten eines Patienten Uneinigkeit herrschen, so entscheidet das Vormundschaftsgericht über das weitere Vorgehen. Fritsch: „Eine gute Lösung, den Patientenwillen umzusetzen, ist die Kombination mit einer Vorsorgevollmacht. Der Betroffene setzt eine Vertrauensperson ein, die damit befugt ist, seinen Patientenwillen gegenüber dem Arzt durchzusetzen."

Doch wie komme ich an eine Patientenverfügung? Wie fülle ich sie nach meinem Willen richtig aus? Was muss ich alles beachten, damit sie für den Arzt rechtlich bindend ist? Der Betreuungsverein der AWO bietet Information und Hilfe an. Gisela Schneider-Rötters, Expertin für die rechtliche Betreuung, die Vorsorgevollmacht sowie die Betreuungs- und Patientenverfügung, beantwortet mittwochs von zehn bis 13 Uhr Fragen rund um das Thema. In dieser Zeit ist Schneider-Rötters unter der Telefonnummer 02841/9860-16 oder per E-Mail unter schneider-rötters.btv@awo-kv-wesel.de zu erreichen.

 



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Einrichtungsleiterin AWO Betreuungsverein