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AWO Wohn- und Pflegezentrum Wesel:

An einem Ort und aus einer Hand

In Wesel-Lackhausen haben vor wenigen Tagen die Bauarbeiten für das neue Wohn- und Pflegezentrum Wesel der AWO begonnen. Dort entstehen eine Tagespflege, ein Seniorenforum und 23 barrierefreie Wohneinheiten. „Wir reagieren damit auf die geänderten Wohn-, Lebens- und Versorgungsbedürfnisse der Gesellschaft", sagt André Gorres, Leiter des Sozialen Zentrums Wesels.

AWO Wohn- und Pflegezentrum Wesel

„Um den idealen Ort für das neue Zentrum zu finden, waren wir lange in Wesel unterwegs", sagt Horst Ingensand, Referatsleiter Altenpolitik beim AWO Kreisverband Wesel. In Lackhausen an der Julius-Leber-Straße wurde die AWO schließlich fündig. „Das Gelände ist perfekt für unsere Zwecke", ergänzt Ingensand. Man sei mitten drin im Geschehen: Lebensmittelgeschäft und Bäckerei, Ärzte, Apotheke, Friseur – alles befindet sich weniger als 400 Meter vom Projektstandort entfernt.

Die bauliche Planung und Ausführung liegt bei den Architekten Karlheinz Hasibether und Ralf Kerst, die in einer Arbeitsgemeinschaft das gesamte Projekt begleiten werden. „Nach zwei Jahren Vorbereitungszeit ist es jetzt losgegangen", so Ingensand. Für die Bauarbeiten seien ungefähr ein Jahr eingeplant. „Von den zirka 4500 Quadratmetern werden wir 2000 Quadratmeter öffentlich zugänglich machen", erklärt er. „Wie genau wir das gestalten, ist noch nicht ganz klar, aber es werden bestimmt zum Beispiel Bänke aufgestellt und Sträucher gepflanzt."

Die Arbeiterwohlfahrt setzt auf eine eigene, ganzheitliche Versorgung und möchte alles aus einer Hand bieten, so dass wenige Reibungsverluste entstehen. „Um das zu ermöglichen, haben wir uns überlegt, in Wesel eine neue Senioreneinrichtung zu konzipieren", sagt Gorres. „Für alle Aufgaben bieten wir dann besonders gute Strukturen, da es nur einen Ansprechpartner gibt."

 

AWO Wohn- und Pflegezentrum Wesel

Deshalb wird das neue Zentrum aus mehreren Teilbereichen bestehen. Zum einen soll das die klassische Sozialstation sein, wie die AWO sie derzeit in Wesel am Kaiserring betreibt. „Es ist also keine neue Station in dem Sinne", sagt Gorres, der die Einrichtung leiten wird. Zum Serviceangebot für die insgesamt 250 Kunden zählen nicht nur die Pflege- und Hauswirtschaftsleistungen, sondern auch kleine einzelne Dienste wie der Hausnotruf, Betreuungsleistungen oder Essen auf Rädern.

Einen weiteren Bereich nimmt die Tagespflege ein, für die zwölf Plätze vorgesehen sind. Dieses Angebot richtet sich vor allem an ältere und demenzkranke Menschen. „Wir versorgen die älteren Herrschaften, inklusive der Pflegeleistungen die nötig sind", sagt Gorres. „Das ist eine Betreuung wie sie auch im Heim möglich wäre, mit einem Bring- und Holdienst. Gerade für die Angehörigen, die nicht den letzten Schritt gehen möchten, ist das ein attraktives Angebot, denn es schafft große Entlastung, selbst wenn die Tagespflege nur einmal wöchentlich in Anspruch genommen wird."

Nicht nur Umfragen zeigen es, sondern man hört es immer wieder im persönlichen Umfeld: die meisten Menschen möchten im Alter in ihrem Ortsteil wohnen bleiben. „Die Nachfrage nach alternativen Wohnformen für Senioren hat in den vergangenen Jahren stark zugenommen", bestätigt Ingensand. Die barrierefreien Wohneinheiten, die im neuen AWO Wohn- und Pflegezentrum entstehen, und jeweils für ein bis zwei Personen geeignet sind, kommen diesen Ansprüchen genau entgegen. „Die Wohnungen haben zum Beispiel breite Türen, ebenerdige Duschen und zusätzliche Haltevorrichtungen", zählt Gorres auf. Dies sei nicht nur für behinderte Senioren attraktiv, denn auf diese Weise könnten ältere Menschen lange selbstständig und allein wohnen und gezielt nur die Hilfsangebote in Anspruch nehmen, die sie wirklich benötigten. Und wenn sie etwas brauchen, finden sie es buchstäblich im Haus.

Das Seniorenforum rundet das Angebot der Einrichtung ab. „Wir richten einen Raum mit Theke, Teeküche und entsprechenden Medien ein. Wir möchten ihn als Treffpunkt und Veranstaltungsort nutzen", sagt Gorres. Zudem wolle man ihn für Angebote der AWO-Familienbildungsstätte, der Volkshochschule, von Vereinen und ähnlichen Institutionen öffnen. „Wir denken, dass unsere geplante Einrichtungen der teilstationären, ambulanten und offenen Altenhilfe an diesem Standort zu einem attraktiven Zentrum für Senioren wird", meint Horst Ingensand.

 

Fotohinweis:hasibether.com