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Die Arbeit des AWO-Kreisvorstands:

„Wie eine kleine Stadt“

Jochen Gottke ist viel unterwegs. Jeden Morgen fährt er von Neukirchen-Vluyn nach Solingen. Dort arbeitet der 50-Jährige als Leitender städtischer Verwaltungsdirektor. „Ich habe einen ziemlich vollen Terminkalender“, meint Gottke. Der ist aber nicht allein seinem Job bei der Stadt Solingen geschuldet. Jochen Gottke ist Kreisvorsitzender des AWO Kreisverbands Wesel. Eine – ehrenamtliche, übrigens - Aufgabe, die viel Zeit, Vor- und Nachbereitung in Anspruch nimmt. Aber auch Spaß macht, wie der gebürtige Neukirchen-Vluyner betont, der seit 1985 Mitglied der Arbeiterwohlfahrt ist. Begonnen hat sein Einsatz mit Kinderferienmaßnahmen an der Nordsee, die er 14 Jahre lang mit betreut und organisiert hat. Später wurde Gottke dann AWO-Ortsvereinsvorsitzender in Neukirchen-Vluyn, und seit 1998 ist er Vorsitzender des AWO-Kreisverbands.

Doch wie genau sieht die Arbeit als Vorsitzender eines so großen Vereins eigentlich aus? Jochen Gottke vergleicht den Verein gern mit einer Stadt. Viele Abläufe seien ähnlich. „Sitzungen gehören natürlich dazu“, sagt Gottke, der gemeinsam mit seinen Stellvertretern Willi Brechling und Michael Eul-Nieleck den engeren Vorstand des Kreisvorstands bei der AWO Wesel bildet. „Aber ich habe es mir zur Regel gemacht, auch in meinem Beruf, dass Sitzungen maximal zwei Stunden dauern dürfen. Damit kommen wir normalerweise auch aus. Lediglich wenn es um den Haushalt geht, kann es schon mal länger dauern.“ Ein Mal im Monat besprechen Gottke und die anderen zehn Mitglieder des Gesamtvorstands beispielsweise, wie es mit den Einrichtungen der AWO im Kreisgebiet läuft.

„Im Prinzip funktioniert es so, dass die Referatsleiter Vorlagen einreichen, auf denen sie ausgearbeitet haben, was in der Sitzung besprochen werden soll“, erklärt Gottke, der zudem stellvertretender Fraktionsvorsitzender im Rat der Stadt Neukirchen-Vluyn ist. „Wir haben 20 Kindertagesstätten, und durch den U3-Ausbau müssen wir investieren und brauchen Geldmittel. Das gehen wir dann gemeinsam durch“, konkretisiert Gottke. „Im vergangenen Monat war es ein Grundstück, das wir kaufen, weil wir dort eine weitere Einrichtung für betreutes Wohnen aufbauen wollen.“ Es seien also unternehmerische Entscheidungen, die man fälle, keine operativen. Das heißt, er „regiert“ den einzelnen Einrichtungen nicht hinein, sondern überprüft und beschließt, was die Mitarbeiter dort selbst überlegt und vorgeschlagen haben.

Dafür müssen die Kreisvorsitzenden natürlich gut über die Vorgänge und Abläufe im Verband informiert sein. „Ich habe deshalb beispielsweise jeden Montag Morgen meinen jour fixe mit dem Geschäftsführer Bernhard Scheid, mit dem ich mich über Aktuelles austausche“, sagt Gottke. Ein weiterer Punkt, den die Arbeit im Kreisverbandsvorsitz ausmacht, sind repräsentative Aufgaben. „Wir vertreten den Kreis auf Landes- und Bundesebene, und wir sind bei Festen und Jubilarsehrungen dabei“, so Gottke. Ihm gefällt an dem Job, dass er die Früchte seiner Arbeit direkt sehen kann.



Info

Die Arbeiterwohlfahrt setzt sich für eine sozial gerechte Gesellschaft ein und unterstützt Menschen dabei, ihr Leben eigenständig und verantwortlich zu gestalten. Der AWO Kreisverband Wesel hat 15 Ortsvereine und zirka 3500 Mitglieder. Etwa 200 Menschen engagieren sich ehrenamtlich in den 130 Einrichtungen im Kreis; festangestellt arbeiten hier rund 1000 Mitarbeiter.

Weitere Informationen unter:
www.awo-kv-wesel.de

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Jochen Gottke

Vorsitzender
AWO Kreisvorstand
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Kontakt:
AWO Kreisverband Wesel e.V.
Andreas-Bräm-Str. 88
47506 Neukirchen-Vluyn
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Tel.: 02122902125
j.gottke@solingen.de
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Kreisvorsitzender AWO Kreisverband Wesel e.V.