AWO Direkt Kinder & Jugend Familie Senioren Arbeit & Gesundheit
Mehr Themen
Suche

Vorbereiten auf den Arbeitsmarkt

25 Jahre lang war das Institut für Maßnahmen zur Förderung der beruflichen und sozialen Eingliederung (IMBSE) schwerpunktmäßig in Moers tätig. Im Sommer brach ein großer Auftraggeber weg, und das IMBSE musste Insolvenz anmelden. Nicht nur die Jobs der rund 100 Mitarbeiter standen auf dem Spiel. Auch die Arbeit, die sie dort leisten, um Menschen den beruflichen (Wieder-) Einstieg zu ermöglichen, war bedroht.

„Es wurde mit vielen Anbietern in der Region gesprochen, um die Einrichtung zu retten," sagt Ulrike Weidemann, Referatsleiterin für Arbeitsmarkt- und Gesundheitspolitik beim AWO Kreisverband Wesel. Auf diese Weise sei die AWO ins Spiel gekommen, die auf große Erfahrung im Bereich beruflicher Weiterbildung zurückgreifen kann. Im August wurde alles auf den Weg gebracht - Zertifizierung, Betriebserlaubnis - und seit dem ersten September leitet der AWO Kreisverband das Fortbildungs- und Beratungszentrum an der Essenberger Straße und das Zentrum für berufliche Weiterbildung am Kirchfeld in Moers.

„Wir haben von beiden Unternehmen das Beste herausgezogen, das ist das große Plus dieser Übernahme", sagt Weidemann. „Die AWO kennt sich mit Arbeitsmarktprojekten aus, und wir haben entsprechende Kontakte zu Firmen. Das Netzwerk, das wir mitgebracht haben, forcieren wir jetzt." Weiterer Pluspunkt: Fast alle ehemaligen IMBSE-Mitarbeiter konnten bleiben und haben einen neuen Arbeitsvertrag bekommen. „Das IMBSE hat viel Erfahrung in der Durchführung der Kurse, und die Mitarbeiter bringen ihr Knowhow ein." Für die Region sei es ein unschätzbarer Vorteil, dass die Angebote zur Weiterbildung erhalten bleiben.

Sabine Bruns, Leiterin der Weiterbildungseinrichtung

„Wir bieten Qualifizierungsmaßnahmen in der Erwachsenenbildung, im kaufmännischen Bereich sowie in den Bereichen Alltagsbegleitung und Lager und Logistik an", umreißt Sabine Bruns, Leiterin der Weiterbildungseinrichtung, das Angebot. „Wir haben sowohl junge Teilnehmer, manchmal auch ohne Ausbildung, als auch Leute mit 20 bis 30 Jahren Berufserfahrung, die arbeitslos geworden sind und sich mit unseren speziellen Modulen weiterbilden, um ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern."

So gibt es beispielsweise Kurse zu EDV-Grundkenntnissen, Finanzbuchhaltung, als auch die Möglichkeit, den Gabestaplerführerschein bzw. den Führerschein der Klassen B/E zu machen. „Es ist auch möglich, sich zur externen IHK-Prüfung anzumelden", so Bruns. Die Teilnehmer kommen über das Arbeitsamt und die Jobcenter zum Fortbildungszentrum. „Es liegen auch Flyer aus, und wir inserieren in Werbeblättern", sagt Bruns. „Für die Maßnahmen gibt es Gutscheine." Zunächst erfolgt eine eingehende Beratung. „Das ist ein wichtiger Schritt", betont Bruns. „Wir gucken, was jemand kann, und was er wirklich braucht." Auch die Finanzierung wird besprochen, wenn der Kurs nicht über einen Gutschein erfolgt.

Sechs Monate nach Kursende wird beim Zentrum nachgehakt, ob ein Teilnehmer wieder in Beschäftigung steht. Bruns: „Die derzeitige Zahl schwankt zwischen 40 und 50 Prozent."

-zur freien Verfügung-
Autorin: Annette Feldmann
für den AWO Kreisverband Wesel
3212 Zeichen

Bildunterschriften:
1. Mit speziellen EDV-Kursen verbessern die Teilnehmer ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt.
2. Sabine Bruns ist die Leiterin der Weiterbildungseinrichtung an der Essenberger Straße.
Bildhinweis: Annette Feldmann

 




Informationen

 

AWO Fortbildungs- und Beratungszentrum
Essenberger Straße 3d
47441 Moers
Tel. (02841) 917212

AWO Berufliche Weiterbildung
Kirchfeld 3
47441 Moers
Tel. (02841) 1737801

 

Alle Angebote sind von der Bundesagentur für Arbeit anerkannt und zertifiziert. Die Kurse beginnen laufend über das ganze Jahr verteilt.

Alle geplanten Kurse stehen zudem auch auf www.awo-kv-wesel.de