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AWO Seniorendienste:

„Die Wii-Konsole ist der Renner“

Vor sechs Jahren eröffnete das AWO-Seniorenzentrum Johannes-Rau-Haus im Herzen von Moers. Es bietet derzeit 86 Bewohnern aller Pflegestufen ein Zuhause. Bei der Überprüfung durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) erreichte das Haus jetzt die Gesamtnote 1,0.

„Wir wurden auf Herz und Nieren geprüft, vom Keller bis ins Medizinschränkchen“, sagt Einrichtungsleiterin Dagmar Deutschmann-Löb. „Wir sind über das Ergebnis der Prüfung natürlich sehr zufrieden. Es ist jedoch wichtig, immer auf dem Laufenden zu bleiben. Das bedeutet viel Arbeit – jeden Tag.“ Diese Arbeit lohnt sich, denn die gute Note und auch der Ruf, den das Haus genießt, sprechen für sich.

„Wir haben drei Wohnbereiche mit jeweils eigenem Speiseraum, und die Bewohner werden individuell betreut“, sagt Abdelaziz  Charafi  der Pflegedienstleiter. Besonders beliebt ist der geschützte, schön angelegte Innenhof, der vor allem im Sommer ständig genutzt wird. Einmal im Monat wird dort gegrillt, und dann sind auch immer Anwohner mit dabei. In der Cafeteria und im Innenhof treffen sich die (älteren) Nachbarn aus der Umgebung gerne und melden sich auch schon mal mit zum Essen an.

AWO MDK

Überhaupt ist im Johannes-Rau-Haus viel los: Frühschoppen, Eiscafé, Waffeln essen, Gedächtnistraining, Gymnastik, Bingo, Karten spielen, Filmabend … „Es findet immer etwas statt. Das ist wichtig, gibt Struktur und macht den Bewohnern Spaß“, betonen die Mitarbeiter des Sozialen Dienstes Stefanie Spitz und Axel Rentmeister.  Der Renner ist derzeit übrigens das Spielen mit der Wii-Konsole. Das geht auch im Sitzen, und die Spieler tragen regelrechte Kegel- und Bowling-Meisterschaften aus. Aktuell wird ein schneller Internetzugang installiert. „Wir sind die erste Senioreneinrichtung im Kreisverband mit kostenlosem Internetzugang“, sagt die Leiterin. „Wir wollen zudem zeigen, welche Möglichkeiten Computer und das Web bieten.“

Für dementiell veränderte Menschen gibt es im Johannes-Rau-Haus spezielle Angebote. „Wir haben von montags bis freitags eine Frühstücksgruppe, außerdem einen Erinnerungsraum mit Möbeln aus der Zeit, in der sie aufgewachsen sind“, erläutern Spitz und Rentmeister. „Die Gruppe ist ein großer Erfolg. Die Demenzkranken essen teilweise auch besser. Nach dem Frühstück machen wir etwas gemeinsam.“ So werden beispielsweise gemeinsam im Garten Tomaten geerntet und verarbeitet. „Wir versuchen auch, möglichst auf alle Wünsche einzugehen.“ Deshalb werden in der nächsten Frühstücksrunde Plinsen gebacken, die sich die Bewohner gewünscht haben.

Ein weiteres Plus des AWO-Seniorenzentrums ist die zentrale Lage. Wenn Kirmes ist, lassen es sich die meisten nicht nehmen, einmal drüberzubummeln und einen Backfisch zu essen, so wie früher. Deutschmann-Löb: „Die Moerser hängen an ihrer Kirmes.“ Auch Spaziergänge in die Stadt, zum Friedhof oder Ausflüge nach Duisburg und ins Gartencenter Schlösser liegen bei den Bewohnern hoch im Kurs.



Foto:

Abdelaziz Charafi

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Kontakt:
AWO Seniorenzentrum »Johannes-Rau-Haus«
Essenberger Str. 6h
47441 Moers
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Tel.: (02841) 8802-200
charafi.sze@awo-kv-wesel.de
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Einrichtungsleiterin Dagmar Deutschmann-Löb

Download awo-jrh-front (180 kB)
Frontansicht des Johannes-Rau-Haus



Download AWO JRH MDK-Bericht (153 kB)
Ausführlicher Bericht des MDK Nordrhein (16 Seiten)