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AWO Kinder- und Jugendpolitik:

plusKita für mehr Chancengleichheit

Acht der 23 AWO-Kitas im Kreis Wesel sind „plusKitas“.

Wer aus bescheidenen Verhältnissen kommt, ist nicht dümmer als ein Kind reicher Eltern. Aber Mädchen und Jungen aus Familien mit schmalem Geldbeutel haben schlechtere Startchancen als Kinder, die im Überfluss aufwachsen. „plusKita“ will hier gegensteuern. Der Name steht für ein Programm, das Kitas pro Jahr mit 25.000 Euro bezuschusst – Geld, das für weiteres pädagogisches Personal gedacht ist. Das Programm läuft seit dem Jahr 2014 und wurde jetzt für die Übergangszeit bis zur Reform des Kinderbildungsgesetzes (KiBiZ) für ein Jahr verlängert.

Welche Einrichtungen kommen in den Genuss von „plusKita“? Drei Beispiele machen deutlich, warum es sinnvoll ist, in bestimmte Kindertagesstätten mehr Geld zu investieren. Dann, wenn viele Kinder mit sprachlichen Auffälligkeiten betreut werden, zum Einzugsbereich viele Transferleistungsempfänger gehören oder der Anteil von Migrantenkindern besonders hoch ist.

Acht der 23 AWO-Kitas im Kreis Wesel sind „plusKitas“. Sie sind mit sozialpädagogischen Mitarbeiterinnen verstärkt worden. Die AWO hat sich ganz bewusst für diese Ausrichtung entschieden, weil sie den wertvollen Blick von außen mitbringen und anders geschult sind im Umgang mit den Menschen, für die „plusKita“ gedacht ist. Im Sinne der Multiprofessionalität bereichern sie unsere bestehenden Teams.

Ihre Aufgabe: Sie sollen genau auf den Bedarf in den jeweiligen Einrichtungen schauen. Sie bieten Kurse vor Ort für die Eltern an, sie begleiten Eltern, zum Beispiel in die Frühförderstelle oder zu einer Behörde, sie beraten Eltern. Aufgrund ihrer Ausbildung bringen sie andere und bereichernde Perspektiven in den Austausch der Teams. Und sie beraten auch das Team in Sachen Umgang mit bestimmten schwierigen Situationen. Kurz: Das Aufgabenfeld ist groß und richtet sich nach dem, was vor Ort gebraucht wird.

Bis auf wenige Ausnahmen arbeiten die „plusKita“-Kräfte mit der einen Hälfte ihrer Stelle in den Einrichtungen und mit der anderen Hälfte im Jugendhilfebereich, unter anderem bei den Ambulanten Hilfen zur Erziehung oder bei den Startchancen.

Im Unterschied zum Programm „plusKita“, das ausschließlich für Eltern und Kinder in der jeweiligen Einrichtung gedacht ist, arbeiten Familienzentren für die Menschen im Quartier, erreichen also auch diejenigen, die nicht unmittelbar mit der Kita zu tun haben. Im Kreis Wesel gibt es zwölf AWO-Familienzentren.

Familienzentren bekommen ein zusätzliches jährliches Budget. Zum Angebot gehört, Raum für verschiedenste Gruppen zu sein, Infoveranstaltungen zu Eltern-Kind-Themen und vieles mehr. Diese Netzwerkarbeit ist ein wichtiger Bestandteil der Familienzentren, und neben dem Nutzen für alle Beteiligten auch Voraussetzung für die weitere Zertifizierung.

INFO: Der AWO Kreisverband Wesel unterhält 23 Kindertagesstätten, davon sind zwölf Familienzentren und acht Plus-Kitas. Mehr Informationen über die AWO-Kindertagesstätten
Fotos: AWO Bundesverband



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Benjamin Walch

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