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Ein Notebook für jedes Schulkind

AWO fordert schnelle Umsetzung des Sofortprogramms für digitale Lernmittel!

Aufgrund der Corona-Pandemie wird der Unterricht auf absehbare Zeit aus einer Kombination von Präsenzunterricht und digitalem Lernen von zu Hause aus bestehen. Die teils großen Unterschiede in der häuslichen Ausstattung der Schüler*innen mit digitalen Lerngeräten wie Tablet oder Computer sind allerdings ein großes Problem. Geschätzt wird, dass in Schulen zum Teil bis zu 30 % aller Kinder über keine digitale Ausstattung und Internetzugang verfügen. Das bedeutet konkret allein in den allgemeinbildenden Schulen der Städte und Gemeinden des Kreises Wesel bis zu 15.000 digital unterversorgte Schüler*innen.

Ibrahim Yetim, Präsident des AWO Kreisverband Wesel, mahnt an: „Die angemessene Ausstattung jeder Schülerin und jedes Schülers mit den notwendigen digitalen Lernmitteln ist kein Luxus, sondern eine Selbstverständlichkeit der sozialen Teilhabe. Der ungleiche Zugang zu digitaler Bildung ist ein Einfallstor für eine sich weiter verschärfende Bildungsbenachteiligung. Die soziale Kluft droht sich zu vergrößern!“

Ibrahim Yetim begrüßt deshalb das „Sofortprogramm für digitale Lernmittel“ der Bundesregierung. Schulbehörden, Schulträger und Schulen sind danach für die Beschaffung der Geräte einschließlich der Inbetriebnahme sowie für den Einsatz des erforderlichen Zubehörs zuständig. So sollen primär Schüler*innen ein Leihgerät bekommen, die zu Hause nicht auf eine entsprechende Ausstattung zurückgreifen können. Yetim weist aber darauf hin, „dass bei der Verteilung der Leihgeräte an in Frage kommende Schülerinnen und Schüler diese nicht diskriminiert werden dürfen“. 

Wie richtig die Entscheidung der Bundesregierung ist, hat auch ein aktuelles Urteil des Landessozialgerichts NRW vom 25. Mai 2020 verdeutlicht, welches die Anschaffung eines internetfähigen Computers zur Teilnahme am pandemiebedingten Fernunterricht zu Hause als einen „grundsicherungsrechtlich relevanten Bedarf für Bildung und Teilhabe“ ansieht. Yetim hält diese Entscheidung für wegweisend, „denn sie zeigt, dass der PC zu den Bildungsbedarfen gehört, die im Rahmen des menschenwürdigen Existenzminimums abgedeckt werden müssen.“

AWO-Präsident Ibrahim Yetim und Jochen Gottke als AWO-Vorstandsvorsitzender fordern deshalb in einem gemeinsamen Brief alle Schulträger im Kreisgebiet (Bürgermeister*innen und Landrat) auf, den ungleichen Zugang zu digitaler Bildung mit massiven Investitionen in Schüler-Verleih-Notebooks entgegen zu treten.

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