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Paradigmenwechsel in der Sozialpolitik notwendig

SPD-Landratskandidat Peter Paic regt konzertierte Aktion für den neuen Kreistag an

Große gesellschaftlich relevante Themen wie z.B. Flucht und Migration, sexualisierte Gewalt und Kindesmissbrauch oder auch Schutz vor einer Seuchenpandemie beschäftigen die Öffentlichkeit oft erst dann, wenn Schaden eingetreten ist. Ob nun dramatische Szenen der Abschiebung, Aufdeckung von Kinderporno-Verbrechen oder explodierende Infektionszahlen, in vielen Fällen könnten vorbeugende Information, Beratung oder Begleitung solche Ereignisse verhindern oder zumindest auf ein erträglicheres Maß reduzieren.

Peter Paic, Landratskandidat der SPD, machte sich in den letzten Wochen über verschiedene Einrichtungen der Arbeiterwohlfahrt im Kreis Wesel (AWO) ein Bild über mögliche präventive Beratungs- und Informationsarbeit. „Beeindruckt hat mich vor allem die Arbeit der Dinslakener Anlaufstelle für sexuelle Gewalt, die sehr niederschwellig individuelle Beratung im Umgang in ersten Verdachtsfällen anbietet“, so Paic, „die aber auch präventiv im Bereich zielgruppenorientierter Information und Aufklärung zum Beispiel in Kitas und Schulen wichtige Aufgaben leistet.“ Dass diese Aufgabe im Kreisgebiet nur in Dinslaken mit ausschließlich städtischer Finanzunterstützung erfolgt, hält Paic für absolut unzureichend. 

Sein jüngster Besuch in der AWO-Flüchtlingsberatung und im Psychosozialen Zentrum Niederrhein in Moers, die psychosoziale Beratung besonders für durch die Flucht belastete Menschen anbieten, verstärkt seinen Eindruck von der Notwendigkeit weiterer Beratungs-, Begleitungs- und Informationsangebote im Kreisgebiet. „Ob nun ganz frühe Information zum Asyl-Verfahren in den zentralen Unterbringungseinrichtungen (ZUE) oder die Bewältigung der ersten Alltagsprobleme in den zugewiesenen Gemeinden“, ist Peter Paic überzeugt, „immer stellt die mehrsprachige Information, Beratung und Begleitung durch die AWO-Flüchtlingshilfe eine wertvolle Hilfe für die Betroffenen wie auch für die aufnehmende Bevölkerung dar“. Denn viele Konflikte und Vorurteile basieren häufig auf fehlenden Kenntnissen über kulturelle Hintergründe der Zugewanderten und über bestehende gesellschaftliche Normen in Deutschland.

Was Paic am Ende bewegt, ist die Frage der nicht ausreichenden Finanzierung fast aller Beratungseinrichtungen: „Ob Land oder Kommune, fast immer müssen Träger wie die AWO eigenes Geld in diese für uns alle wichtige Arbeit stecken, und das mit steigender Höhe durch z.B. eingefrorene Personalkosten“, bilanziert er die dringende Notwendigkeit, hier künftig in konzertierter Form neue Wege zu beschreiten. „Der neue Kreistag sollte parteiübergreifend und möglicherweise wissenschaftlich begleitet, die Wirksamkeit und Notwendigkeit präventiver Hilfsangebote aufarbeiten und sich politisch und finanziell den daraus ergebenden Anforderungen stellen“. 



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Jochen Gottke

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