Der Ortsverein Rheinkamp der Arbeiterwohlfahrt erinnerte nun an seine Wiedergründung in Meerbeck vor 80 Jahren.
In einer kurzen Ansprache erinnerte der Vorsitzende Günter Rehn an das Jahr 1945, als Jahr des Neuanfangs für die deutsche Demokratie und die demokratischen Strukturen vor Ort.
Als Beispiele für den demokratischen Wiederaufbau hob er die mutigen Menschen hervor, die sich der Nazi-Diktatur widersetzt hatten und die den demokratischen Neubeginn in Deutschland nicht nur vor Ort wesentlich mitgestaltet haben.
Die AWO vor Ort wurde 1945 aus antifaschistischem und demokratischem Geist in Meerbeck wiedergegründet. Wilhelmine Runge gehörte wie ihr Mann Hermann dem Widerstand an und wurde 1945 die erste Vorsitzende des Ortsausschusses in Meerbeck. AWO-Werte wie Solidarität, Freiheit, Gleichheit, Gerechtigkeit und Toleranz konnten nun wieder gelebt werden. AWO-Mitglieder haben vor Ort, in Gemeinde- oder Stadtrat, im Kreistag die lokale Demokratie mit aufgebaut und gestützt.
Zur Feierlichkeit: Etwa 40 Mitglieder, Freundinnen aus der AWO-Familie und geladene Gäste aus Politik und Netzwerk, waren der Einladung in das AWO-Begegnungs- und Beratungszentrum Meerbeck an der Neckarstraße gefolgt und wurden vom ehrenamtlichen Team aus Verein und Begegnungszentrum (Leitung: Doris Eickschen) hervorragend versorgt. Viele Gespräche an den Tischen drinnen und draußen drehten sich in lockerer Atmosphäre natürlich nicht nur um die Geschichte, sondern auch die aktuelle Lokalpolitik und die Entwicklung der sozialen Strukturen in Moers.
Die Geschichte des AWO-OV Rheinkamp seit den 1920er Jahren ist in Form einer kleinen Ausstellung in Meerbeck und als Mappe auch in den Begegnungs- und Beratungszentren Repelen und Eick einsehbar.