Liebe Gäste, heute feiern wir den 146. Geburtstag einer Frau, die nicht nur Geschichte schrieb, sondern sie mit Feder und Herzblut selbst verfasste: Marie Juchacz. Stellen Sie sich vor, sie
Laudatio für Marie Juchacz
Marie Juchacz war eine Pionierin, die sich nicht mit dem Status quo zufriedengab. Als erste Frau sprach sie 1919 im deutschen Parlament und gründete im selben Jahr die Arbeiterwohlfahrt (AWO). Sie setzte sich unermüdlich für soziale Gerechtigkeit und die Rechte der Frauen ein. Ihr Leben war geprägt von Mut, Entschlossenheit und dem festen Glauben an Solidarität.
Wäre sie heute unter uns, würde sie vermutlich die aktuelle Tendenz zum Neoliberalismus mit einem kritischen Blick betrachten und fragen: "Wie kann es sein, dass Profit über das Wohl der Menschen gestellt wird?" Den Aufstieg rechter Parteien würde sie wohl mit einem entschiedenen "Nicht schon wieder!" kommentieren und uns daran erinnern, wie wichtig es ist, für Demokratie und Menschlichkeit einzustehen.
Als AWO-Kreisverband spüren wir die Auswirkungen von Kürzungen im Sozialbereich täglich. Marie würde uns ermutigen, nicht den Kopf hängen zu lassen, sondern kreativ und entschlossen neue Wege zu finden, um den Menschen zu helfen. Sie würde sagen: "Lasst uns zusammenstehen und zeigen, dass Solidarität stärker ist als jeder Sparkurs."
In diesem Sinne erheben wir unser Glas auf Marie Juchacz – eine Frau, die uns lehrt, dass Engagement und Zusammenhalt die besten Mittel gegen soziale Kälte sind. Prost!