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Gerade erst haben wir den „Internationalen Frauentag“ gefeiert, da steht auch schon der Geburtstag unserer AWO-Gründerin Marie Juchacz an.

Maries Mut erinnert uns daran: Gleichberechtigung und Selbstbestimmung passieren nicht von allein

12. März 2026

Marie Juchacz

Gerade erst haben wir den „Internationalen Frauentag“ gefeiert, da steht auch schon der Geburtstag unserer AWO-Gründerin Marie Juchacz an.

Daher gehören der 8. und der 15. März für uns unbedingt zusammen: Maries Mut erinnert uns daran: Gleichberechtigung und Selbstbestimmung passieren nicht von allein. Sie müssen jeden Tag neu möglich gemacht werden – ganz praktisch, im echten Leben. Diese beiden Daten hängen auch zusammen, weil sie dieselbe Frage stellen: Was braucht es, damit Menschen ihr Leben selbstbestimmt gestalten können?

Der „Internationale Frauentag“ steht für den langen Weg zu gleichen Rechten, echten Chancen und wirklicher Teilhabe. Marie Juchacz war eine der starken Stimmen ihrer Zeit. 1919 sprach sie als erste Frau vor einem demokratisch gewählten deutschen Parlament – und machte sichtbar, was zu lange übersehen wurde. Sie setzte sich für Frauenrechte ein, für soziale Reformen und für die simple, aber radikale Idee: Würde darf keine Frage des Geldbeutels sein. Im selben Jahr gründete sie die Arbeiterwohlfahrt – als Versprechen, das bis heute gilt: Solidarität wird nicht nur gefühlt. Solidarität wird organisiert.

Gleichberechtigung ist nicht nur ein Datum im Kalender

Und genau da sind wir im „Heute“. Denn Gleichberechtigung ist nicht nur ein Datum im Kalender. Sie zeigt sich dort, wo es im Alltag eng wird: wenn Care-Arbeit selbstverständlich erwartet, aber kaum gesehen wird. Wenn Armut besonders häufig Frauen trifft. Wenn Alleinerziehende jeden Tag jonglieren müssen. Wenn Schutz vor Gewalt nicht überall verlässlich ist. Oder wenn Beratung, Bildung und gute Versorgung davon abhängen, ob man „glücklich“ wohnt – oder nicht.

 Am Frauentag und am Geburtstag von Marie Juchacz erinnern wir deshalb nicht nur. Wir nehmen einen Auftrag mit: Gleichberechtigung und Selbstbestimmung brauchen eine starke soziale Infrastruktur, verlässliche Angebote – und Menschen, die sich einmischen. Genau dafür steht die AWO seit über 100 Jahren.

Mach mit: Ob als Mitglied, im Ehrenamt oder durch Unterstützung unserer Angebote – gemeinsam halten wir Solidarität praktisch.

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