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Die AWO unterstützt die Forderung nach einem sicheren und selbstbestimmten Zugang zum Schwangerschaftsabbruch

Safe Abortion Day 2026!

25. September 2026

Safe Abortion Day 2026!

Am 28. September findet der internationale „Safe Abortion Day“ statt. Der Aktionstag macht weltweit darauf aufmerksam, wie wichtig der Zugang zu einem sicheren und medizinisch gut versorgten Schwangerschaftsabbruch ist.

Die AWO im Kreis Wesel nimmt diesen Tag zum Anlass, auf die Situation von Frauen aufmerksam zu machen, die vor der Entscheidung stehen, eine Schwangerschaft fortzuführen oder abzubrechen.

„Frauen und Paare, die zu uns in die Beratung kommen, brauchen einen geschützten Raum, in dem sie offen über ihre Situation sprechen können. Unsere Aufgabe ist es, Schwangere in dieser Lebenssituation verlässlich zu begleiten, um ihnen die Informationen und Unterstützung zu geben, die sie für ihre Entscheidung benötigen“, erklärt Stephanie Fischer, Leitung der vier AWO Beratungsstellen im Kreis Wesel.
Die AWO Beratungsstellen informieren über medizinische, rechtliche, soziale und finanzielle Aspekte der Schwangerschaft und unterstützten Ratsuchende dabei, ihren Weg zu finden. Gesundheitliche Aspekte, finanzielle Sorgen, Probleme in der Partnerschaft oder beruflichen Situation, sowie bereits vorhandene Kinder spielen eine wichtige Rolle bei der Entscheidungsfindung im Schwangerschaftskonflikt. In der Beratung können diese Fragen in Ruhe besprochen und die verschiedenen Möglichkeiten betrachtet werden. Eins der häufigsten Zitate von Betroffenen ist: „ich hätte nie gedacht, dass ich einmal in dieser Situation sein würde“. 

Der „Safe Abortion Day“ lenkt den Blick auf die Rahmenbedingungen, unter denen Schwangerschaftsabbrüche in Deutschland stattfinden. Nach wie vor ist der Schwangerschaftsabbruch im Strafgesetzbuch durch den Paragrafen §218 StGB geregelt. Unter festgelegten Voraussetzungen, wie z.B. der Beratungspflicht, bleibt ein Schwangerschaftsabbruch straffrei. Mit Sorge nehmen die Beratungsstellen zur Kenntnis, dass die Anzahl der Abbruch durchführenden Arztpraxen in den letzten Jahren abgenommen hat, insbesondere im ländlichen Bereich.

Die AWO fordert seit Jahren, dass Schwangerschaftsabbrüche entkriminalisiert werden und ein freier Zugang zu Informationen, Beratung und medizinischer Versorgung verlässlich und wohnortnah möglich bleiben muss. 
Die Beratung und medizinische Versorgung brauchen finanzielle Sicherheit und eine Verankerung des Themas in der ärztlichen Ausbildung.

„Als Beratungsstelle stehen wir für eine ergebnisoffene, vertrauliche und wertschätzende Beratung. Wir setzen uns dafür ein, dass Schwangerschaftsabbrüche nicht durch unnötige Hürden erschwert werden, und dass jede Person im Schwangerschaftskonflikt die Unterstützung und medizinische Versorgung erhält, die sie benötigt“, so Stephanie Fischer.

Foto: KI generiert